Samstag, 29.08.2026 - 20 Uhr
ELDIS LA ROSA GROUP
Vor zwei Jahrzehnten gegründet, kehrt die legendäre Eldis La Rosa Group nun zurück!
Der kubanische Multiinstrumentalist Eldis La Rosa bringt den Cuban Jazz in Österreich wiederauf die Bühne –
kraftvoller, vielfältiger, aktueller denn je.
2006 veröffentlichte er sein Album Trotando, inspiriert von Paquito D’Rivera und dessen grenzenlosem Latin Jazz.
Heute verbindet Eldis La Rosa die musikalischen Farben (Colores) seiner Heimatstadt Santiago de Cuba mit Jazz, zeitgenössischen Grooves und improvisatorischer Freiheit -
dieselbe Vielfalt, die auch sein genreübergreifendes Projekt Colores prägt.
Am Saxophon, an der Flöte oder der Perkussion – Eldis La Rosas Vielseitigkeit spiegelt die ganze Ausdruckskraft kubanischer Musik. Mit seiner Band, der einzigen Cuban Jazz Formation Österreichs,
hinterließ er bereits in den 2000er-Jahren einen bleibenden Eindruck in der heimischen Jazz- und Worldmusic-Szene.
Jetzt feiert die Eldis La Rosa Group ihr Comeback - mit neuer Energie und gereiften Kompositionen – und präsentiert kubanischen Jazz in seiner lebendigsten Form.
ELDIS LA ROSA: saxophone, flute, percussion, vocals
ARIEL RAMÍREZ: guitar
GREGOR AUFMESSER: double bass
VICTOR FUENTES: percussion
HARRY TANSCHEK: drums
Samstag, 19.09.2026 - 20 Uhr
MARTIN SPENGLER & DIE FOISCHN WIENER*INNEN
„... DRUM ZIAGT DA TRAURIGE BLAUWAL UMMANAUND WIA A RÄUDIGA WOIF“
1
Schon der Erstling „die liebe dad dod und die aundan gfrasta“ der damals noch als Geheimtipp gehandelten Martin Spengler & die Foischn Wiener sorgte 2012 für Erstaunen und Begeisterung, „Es
gibt Musik, bei der man mit den journalistischen Möglichkeiten in der Beschreibung einfach an die Grenzen stößt, die einen an jenen Punkt führt, an dem Worte alleine nicht mehr ausreichen, um
jenes Gefühl zu vermitteln, welches über diese zum Ausdruck gebracht wird.“
(Michael Ternai, Music Information Center Austria)
2
Mit dem dem zweiten Album „Vü föd ned“ etablierten sich Martin Spengler & die foischn Wiener dann endgültig als eigene Stimme im Wiener Weltmusiktheater.
3
„Ummi zu dia“, das dritte Album stellt nun in jeder Hinsicht eine Steigerung dar, denn die Poetik von Martin Spengler ist im mittlerweile großen Feld der umgangssprachlichen österreichischen
Popdichtung nach wie vor einzigartig in ihrer Qualität.
Sie ist von einer sprachlichen Virtuosität, welche die Melancholie Wiens einfängt, und einer Stimmung, die einen vom ersten Satz an fesselt und erst mit Verklingen des letzten wieder
entlässt.
Doch..... Liebeslieder in Zeiten wie diesen? Romantik als Antwort auf den Wahnsinn der Welt? Ist das nicht Biedermeier? Ja, schon, eh. Aber in diesem Biedermeier lauert der Vormärz und in den
liebevollsten Melodien und Texten von Martin Spengler & die foischn Wiener versteckt sich nicht nur eine tiefe Melancholie sondern auch höchste Brisanz. Ein Aufbrechen, das in dieser Form an
den Soulman of Wienerlied, Franz Schubert erinnert. Und der war revolutionär und Revolutionär.
„UNGEFÄA VIAZIG PROZENT WÜNSCHEN SI AN STOAKN MAUN, WOASCHEINLICH WENIGER PROZENT ZHAUS STOAKE FRAUN“
Martin Spenglers Lieder tanzen wieder „ummi zu dia“! Sie tanzen mehr denn je! Sie jubilieren und raunzen, schmeicheln und schimpfen. Sie wärmen und verletzen. Und vor allem: Sie
überraschen!
Mal verletzlich, fast zerbrechlich, meist groovend wie die Hölle, mit einem großen Juhu das Leben und die Liebe feiernd. Das ist auch zuweilen komödiantisch, kraftmeierisch, doch niemals derb und
immer von einer ungeheuren Brillanz der Sprache, von einer Feinheit im Detail durchdrungene Wiener Weltmusik!
„Ein neues Lied, ein besseres Lied, O Freunde will ich euch dichten!“ (Heinrich Heine)
Martin Spengler & die foischn Wiener
sind mit Ihrem Schrammelsoul mittlerweile eine etablierte Stimme im Chor des neuen Wienerliedes. Und nun “Es könnt oba a ois gaunz aundas sein” Ist also diesmal wirklich „ois gaunz
aundas“? In Ottakring duftet es doch noch immer nach Schokolade, Der Tod nimmt doch noch immer alles leicht, die Liebe alles schwer?
Doch es weht „drausst auf da Stroßn“ ein neuer Wind, der „waht eina de Liagn“ und Gräben brechen auf in der wienerliedseligen Verbindlichkeit dieser Stadt.
Doch ist „Es könnt oba aois gaunz aundas sein“ auch Utopie, das Leuchten einer anderen, besseren Welt.
Und so erfindet auch Martin Spengler sich und seine Lieder und Texte neu, lädt sie mit einer erneuerten Dringlichkeit auf, teils mit ungekannter Ernsthaftigkeit, teils mit melancholischem Witz
und liebevoller Sehnsucht, ja mit einer hellen Utopie.
Denn helfen tut da ein ums andere Mal nur die Flucht zueinander und so ist es wieder nur die Liebe, die bleibt,
weil „mit dia is des olles a großes Juhu!”
Freitag, 16.10.2026 - 20 Uhr
BLAUMAROT
BLAUMAROT spielen Indie-Pop mit einem Touch von Blues und Jazz.
Lyrisches wird von Minimal Music gebrochen, uralten Melodien folgen impulsive Rock-Songs.
Die Texte erzählen ehrliche Geschichten von Körper und Geist, Liebe und Natur.
Unaufgeregte Poesie, Romantik und Wortwitz prägen die chansonesken Songs.
Bandfoto: Helmut Wimmer, Blaumarot im Proberaum, 2019
Herbert Könighofer (Sax), Andrea Fränzel (Bass), Sigi Mayr (Schlagzeug), Gerald Schuller (Keyboards),
Harald Friedl (Stimme und Gitarre)
Samstag, 07.11.2026 - 20 Uhr
FALB | HOLUB | SATZINGER
Das Trio Falb / Holub / Satzinger wurde 2017 für ein Konzert beim “JazzWerkstatt Wien Festival” gegründet.
Bernd Satzinger (Kontrabass) und Mark Holub (Schlagzeug) lernten sich kennen, als Holub im Jahr 2012 in Wien ankam und hatten von Anfang an den Plan gemeinsam etwas Musikalisches zu generieren.
Satzinger schlug Viola Falb (Saxophon) vor, mit der ihn wiederum eine langjährige Zusammenarbeit (z.B. FS:eins) verbindet. Auf das Studiokonzert folgten einige weitere Konzerte in Österreich. Als
Falb die Möglichkeit ins Spiel brachte im “Hotel Pupik” inSchrattenberg aufzunehmen, beschloss man das Album “A Room For You” zu produzieren. Die Aufnahmen fanden in einem wunderschönen, alten
Bauernhaus in der Steiermark statt, wo sich das Trio mit ihrem Tontechniker für drei Tage zurückzog um viele Stunden Musik aufzunehmen.
Mit im Gepäck waren Kompositionsskizzen, Konzepte und ein starkes Verlangen nach improvisatorischem Ausdruck.
Den Aufnahmen folgte ein längerer, sehr genauer Auswahlprozess, bis letztendlich die 15 Titel übrigblieben, die es auf das Album schafften. Die Musik auf “A Room For You” bewegt sich zwischen
beruhigten Klangflächen, hektischen Free-Jazz Passagen und konkreten melodischen Momenten, wobei die Wechsel und Übergänge oft innerhalb weniger Augenblicke stattfinden.
Die verschiedenen, sehr eigenständigen musikalischen Sprachen der drei ProtagonistInnen
verbinden sich zu einem kompakten Gesamtklang, der einen bleibenden Eindruck hinterlässt,
da hier Dinge direkt angesprochen und keine Kompromisse gemacht werden.
Sonntag, 22.11.2026 - 17 Uhr
pantau-x | QUANTROL MUSIC+
Das 2023 gegründete Ensemble mit nur einem Bläser wurde 2024 zu einem Quintett & 2026 sogar zum Sextett erweitert – diese herrliche Band widmet sich dem Interpretieren von Eigenkompositionen im contemporary Jazzbereich, sowie in gleichem Maße auch der freien Improviastion. Die herausragenden Qualitäten aller Bandmitglieder garantiert im konzertanten Rahmen jedes Mal aufs Neue einen homogenen Sound und ein spannendes Konzerterlebnis. Bisher war die Handhabe immer ein erstes, komponiertes Konzertset zu spielen und im zweiten Teil des Konzertes ins freie Spiel zu wechseln!
Der immense musikalische Erfahrungsschatz aller Beteiligten bringt immer so geballte Spielfreude und musikalischen Forschungsdrang ins Geschehen ein – alle interaktiv agierenden Musiker*innen
bemühen sich immer darum,
nicht im selben, oft gekauten musikalischen Showing zu verharren,
sondern suchen und finden stets kreative neue Lösungen und musikalische Inputs.
…wir freuen uns viele Ohren & Seelen unserer Zuhörer*innenschaft zu beglücken und zu erfreuen! Interessant, spannend, mitreißend und kreativ wird es in jedem Fall! Alle Mitwirkenden leben im
und vom künstlerischen Musikschaffen seit vielen Jahren und sind in vielen unterschiedlichsten Projekten und Stilistiken künstlerisch tätig und umtriebig!
Mario Rom - A - trompete
Julian Argüelles - UK - saxofone
Piotr Wyleżoł - PL - klavier
Christopher Pawluk - A - gitarre
Tobias Vedovelli - A - kontrabass
uliSoyka - A - schlagzeug, spielsachen
Sonntag, 13.12.2026 - 17 Uhr
DOPPELSPIEL | Martin Horváth & Martin
Listabarth
DOPPELSPIEL
Martin Listabarth, Piano
Martin Horváth, Lesung
Ein Abend, zwei begnadete Geschichtenerzähler: Während der eine mit Worten spielt und daraus Welten konstruiert,
beginnt die Musik des anderen dort, wo Worte nicht mehr ausreichen. Während es dem einen gelingt, anspruchsvolle Themen in spannende und unterhaltsame Literatur zu gießen, bewegt sich das tief im
Jazz verwurzelte Spiel des anderen auch im Spannungsfeld zwischen Klassik und Pop.
Beide gemeinsam haben extra für den Retzbacher Kulturraum ein Programm zusammengestellt: Martin Horváth liest aus seinem neuesten Roman Baroco, Martin Listabarth spielt Musik aus seinen Soloalben
und Improvisationen.
Martin Listabarth, jüngst für den Österreichischen Jazzpreis 2025 in der Kategorie Best Newcomer nominiert, hat sich durch Auftritte in ganz Europa einen Ruf als eigenständige
Stimme des österreichischen Jazz erspielt. Seine Kompositionen und Improvisationen sind gespickt mit harmonischen und rhythmischen Raffinessen, die laut Wiener Zeitung „an die quirlig-kantablen
Linien Stefano Bollanis“ erinnern. Seine Solo-Alben Short Stories und Dedicated sowie die Trio-Alben Postcards, Live in Vienna und In Her Footsteps haben auch international für Aufmerksamkeit
gesorgt. Das britische Pianist Magazine bezeichnete ihn als „One to watch“, BR-Klassik beschrieb ihn als „Musiker, der sowohl als Pianist als auch als Komponist einen hohen Wiedererkennungswert
besitzt“, zudem erhielt er eine Nominierung für den Preis der deutschen Schallplattenkritik.
Martin Horváths mehrfach ausgezeichnete Romane, Libretti und andere Texte wurden in mehrere Sprachen übersetzt. „Ein wahrer Glücksfall für die österreichische Literatur“,
urteilte Ö1 über Mohr im Hemd oder Wie ich auszog, die Welt zu retten, ein „literarisch überzeugendes Debüt“, konstatierte die renommierte Frankfurter Allgemeine Zeitung. „Von großer
Suggestivkraft und erschütternder Intensität“, hieß es in der Presse über Mein Name ist Judith. „Baroco ist witzig, spannend und voll cleverer Ideen“, schrieb der Kurier über seinen neuesten
Roman. Und auf ORF 2/Zeit im Bild hieß es dazu: „Martin Horváth ist [es] mit Baroco gelungen, die Abgründe der modernen Finanzindustrie zum spannenden Romanstoff zu machen.“